»Die Grundlage, in der sich vollkommene Weisheit ereignet,
ist der eigene Geist;
sucht den Buddha-Zustand
daher nicht woanders!«

der Buddha, 
Atyayajnana-Mahayana-Sutra

Was ist Buddhismus?

Das Ziel, das wir durch unseren Weg letztlich erreichen wollen, ist der Buddha-Zustand. Dabei geht es nicht um etwas, das wir erst neu entwickeln müssten, sondern darum, mit der eigentlichen Natur unseres Geistes in Berührung zu kommen, um das in jedem von uns liegende Potential an Lebensfreude, Liebe, Klarheit und Weisheit zu entfalten.

Der Weg dorthin ist eine Entdeckungsreise zu den in uns schlummernden Fähigkeiten. Kurz gesagt besteht er aus

  • einer achtsamen Lebensgestaltung,
  • meditativen Übungen und
  • dem Entwickeln von einem genaueren Verständnis von sich selbst und anderen, von Weisheit.

Es geht uns darum, „den Kopf mit dem Herzen zu verbinden", d. h. die Lehren des Buddha zu begreifen und sie durch Meditation so zu verinnerlichen, dass sie in jeder Situation anwendbar sind und ein sinnerfülltes Leben ermöglichen.

Eine achtsame, bewusst ethische Lebensgestaltung bedeutet aus buddhistischer Sicht, grundsätzlich jene Art von Verhalten aufzugeben, durch das wir anderen, und damit auch uns selbst, schaden. Auf dieser Grundlage streben wir nach der sog. Bodhisattva-Einstellung: Nicht nur wir selbst, auch alle anderen Wesen wünschen sich Glück und Sicherheit. Aus diesem Grund entscheiden wir uns dafür, alles zu tun, um ihnen zu helfen.

Buddhistische Meditation dreht sich um Geistesruhe und Einsicht. Durch kontinuierliches Üben gewinnen wir jenen inneren Freiraum, der für das Erkennen der Natur des Geistes – den Buddha-Zustand – wesentlich ist.

Weisheit entwickeln bedeutet im Buddhismus, genau hinzusehen, sich selbst und die Wirklichkeit zu erforschen. Durch ein immer tiefer gehendes Verständnis lösen sich Ängste und Unzufriedenheit.

Die natürliche Verknüpfung eines achtsamen Verhaltens mit Meditation und Weisheit lässt Freude und Offenheit in uns entstehen.