»Entspanne dich in der Weite,
die nicht greifbar ist,
bleibe gelöst, offen, ohne an irgendetwas festzuhalten.«

Götsangpa (1189–1258), Tibet

Seminare

... eine Gelegenheit, den bud­dhistischen Weg genauer kennenzulernen und mit anderen gemeinsam zu üben 

Der Schwerpunkt der Karma Kagyü Tradition liegt auf der Praxis von Mahamudra, dem „Großen Siegel“. Mahamudra steht für die Einheit von Mitgefühl und Weisheit und handelt somit vom zeitlos gültigen und kulturunabhängigen Kern des Buddhismus. Grundlage für diese tiefgehende meditative Praxis ist ein Verständnis von der Fähigkeit des Geistes, klar und seiner selbst bewusst zu sein. Dieses Verständnis erschließt sich dann, wenn man mit den eigenen Bewusstseinsprozessen sowie deren Hintergrund und Auswirkungen vertraut wird. „Verständnis“ umfasst dabei sowohl die theoretische Kenntnis des Geistes und seiner Funktionsweisen als auch – und letztlich hauptsächlich – die erfahrungsverbundene Einsicht aus Meditation, die unsere Lebensqualität von Grund auf transformieren kann. In den Seminaren beleuchten wir dies aus verschiedenen Perspektiven und wollen damit eine Grundlage schaffen, auf der sich die Praxis des Mahamudra-Wegs entfalten kann. Die Themen stammen aus dem sog. Bodhipath-Curriculum, das Shamar Rinpoche für Praktizierende im Westen entwickelt hat. Der Schwerpunkt der Meditation liegt auf dem in Achtsamkeit eingebetteten Üben von Geistesruhe und Einsicht sowie dem Mahayana-Geistestraining und der sog. Chenresig-Praxis.

Hier ein Überblick über die Art unserer Seminare:
Die 8-wöchigen Kurse bestehen aus jeweils einer Zusammenkunft pro Woche (derzeit Do., 18.30-21.00) und Hausübungen zwischen diesen Einheiten (ca. 30-50 Minuten täglich).
Die Tagesseminare finden an Samstagen oder Sonntagen statt und umfassen ca. 7 Stunden. 
Die Wochenendseminare bzw. auch Workshops beginnen meist am Freitag Abend und erstrecken sich über den Samstag und Sonntag mit etwas unterschiedlichen Zeiten, die jeweils angegeben sind.
Mit unseren sog. Retreats, für die wir uns auch in Seminarzentren außerhalb von Wien einmieten, versuchen wir, Rahmenbedingungen für intensivere Meditation zu bieten. Dies kann uns in unserer spirituellen Suche tiefer verankern und neue Freiräume entstehen lassen. Die gegenseitige Unterstützung in der Gruppe kann zudem die Erfahrungen, die sich durch Meditation einstellen, intensivieren.       
Haftungshinweis: Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen erfolgt auf eigene Verantwortung. Seminarleiter und Veranstalter übernehmen keinerlei Haftung für anlässlich der Kursteilnahme entstehende Personen- und Sachschäden.

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Tina  Dr. Tina Draszczyk

Aus Liebe zum Leben: 
den Geist schulen - seine Natur erkennen
Die Sechs Vollkommenheiten oder Paramitas
ein 8-wöchiger, praxisbezogener Kurs: 13. Feb. – 16. April 2020 
Dr. Tina Draszczyk

Als Dharma-Praktizierende teilen wir oft die Sehnsucht, sowohl im Alltag ein gutes Leben zu leben und zum Wohlbefinden von anderen und von uns selbst beizutragen als auch in unserer Meditationspraxis jene tiefe und weite Qualität unseres Geistes zu entfalten, die zu umfassender Weisheit und uneingeschränktem Mitgefühl und damit jenseits von Dualität führt, kurzum den Weg eines Bodhisattva zu gehen. Offensichtlich ist dies kein leichtes Unterfangen. Die sechs Paramitas, d. h. die Vollkommenheiten von Geben, Ethik, Akzeptanz, Ausdauer, Meditation und Einsicht, weisen uns hier den Weg. Vielleicht ist es für uns derzeit unmöglich, diese Eigenschaften als Vollkommenheiten zu praktizieren - aber wir üben uns dennoch darin, und es ist genau dieses Üben, wodurch das, was unmöglich scheint, irgendwann möglich wird. Unser Fokus liegt auf diesem Prozess. Wir befassen uns mit den Vollkommenheiten, den Paramitas, und unserem derzeit vermutlich unvollkommenen Zugang dazu. Wir üben gemeinsam, tauschen uns darüber aus und frischen somit unsere Inspiration für den Bodhisattva-Weg auf. Quellen sind dabei sowohl Gampopas Juwelenschmuck der Befreiung, als auch Auszüge aus Sutras zur Vollkommenheit der Weisheit und zeitgenössische Darstellungen der Paramitas. 

Der Kurs beruht auf 3 Säulen:
• Wöchentliche Abende, in denen angeleitete Meditation und Theorie kombiniert werden. Jeder der acht Abende ist einem bestimmten Thema gewidmet, das u.a. mithilfe von Kontemplation erforscht wird.
• Erfahrungsaustausch in der Gruppe.
• Tägliche formale Meditation (ca. 30 Minuten) sowie informelle Achtsamkeitspraxis zu Hause zur Integration in den Alltag. 

Zielgruppe: alle,
• die Mitgefühl und Weisheit in sich entdecken, vertiefen und stabilisieren,
• sich dabei von den Lehren des Buddha inspirieren lassen,
• in eine regelmäßige Meditations- und Achtsamkeitspraxis eintauchen,
• sowie ihre Praxis durch fundiertes Wissen festigen möchten
• und den Austausch sowie die gegenseitige Unterstützung in einer Gruppe schätzen.

Kursrahmen: 
• telefonisches Vorgespräch
• acht Abende, 13. Feb. - 16. April 2020, jeweils Donnerstag, 18.30–ca. 21.00h 
(Achtung: kein Kursabende am 12. März und 2. April 2020)
• „Tag der Stille“: Sa., 21. März 2020, 15.00– ca. 20.00h 

Anmeldung: bei der Kursleiterin:tina.draszczyk@gmail.com 

Kursleiterin: Dr. Tina Draszczyk promovierte in Buddhismuskunde und Tibetologie und ist Dharma- sowie Achtsamkeitslehrerin. Ihren Zugang zu buddhistischer Praxis fand sie Ende der 70er Jahre. Von 1992 bis 2005 vertiefte sie ihre Kenntnisse am Karmapa International Buddhist Institute in Neu-Delhi, wo sie auch als Dolmetscherin tätig war. Sie ist Autorin einer Vielzahl von Artikeln und Büchern und hat, gemeinsam mit ihrem Mann, zahlreiche Unterlagen für Meditationspraxis herausgegeben. Außerdem betreut sie seit 1984 das Karma Kagyü Sangha-Zentrum in Wien und unterrichtet, von Shamar Rinpoche dafür autorisiert, in den Bodhi Path-Zentren in Europa.  

Kursbeitrag: Euro 380,- 

Die Themen der 8 Wochen:  
1. Einheit: Geben
2. Einheit: Ethik
3. Einheit: Akzeptanz
4. Einheit: Freudige Ausdauer
5. Einheit: Meditation
6. Einheit: Weisheit,       
7. Einheit: Weisheit, Forts.
8. Einheit: Die Einheit aller Paramitas

Buchempfehlungen:
Gampopa, Der Juwelenschmuck der Befreiung (Norbu Verlag)
Norman Fischer, The World Could be Otherwise (Shambala Public., 2019)

Ausblick: Auf diesen Kurs folgen verschiedene Aufbaukurse sowie Me­di­ta­tions-Retreats, die von Karma Kagyü Sangha Wien angeboten werden. Darin werden sowohl philoso­phische und psychologische Themen des Buddhismus behandelt als auch spezifische Formen buddhistischer Meditation. Dieses Angebot soll Praktizierende darin unterstützen, sich umfassende Kenntnisse der buddhistischen Lehren anzueignen und durch ihre Vertrautheit mit Meditation einen selbständigen Zugang und individuellen Rhythmus in ihrer spirituellen Praxis zu entwickeln.   

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 Acarya Tenzin Wangpo

Das Herz-Sutra, die Essenz der Weisheit
Acarya Tenzin Wangpo
Di., 3. März 2020, 19.30
Mi., 4. und Do., 5. März 2020, 15.30-17.00

Das sechste der Paramitas, Prajnaparamita oder die Vollkommenheit der Einsicht, stellt das Herz der Weisheit dar, die den Kern buddhistischer Praxis ausmacht. Auf der Grundlage der anderen Vollkommenheiten wie Geben, Ethik, Geduld, Ausdauer und Meditation, liegt hier der Fokus darauf, durch tiefe Einsicht den eigenen Geist so zu transformieren, dass man sich von Täuschungen löst und die Natur aller äußeren und inneren Gegebenheiten erkennt und erfährt. Durch das Zusammenspiel der Paramitas wird man so allmählich dazu fähig, das eigene Leid und all seine Ursachen zu überwinden und sich immer umfassender zum Wohlergehen anderer einzusetzen. Milarepa, der "große Yogi Tibets", sagte einmal: "Geben bedeutet nichts anderes, als die eigene Ich-Illusion aufzugeben. Ethik bedeutet nichts anderes, als seine Falschheit aufzugeben. Geduld bedeutet nichts anderes, als sich vor der letztendlichen Wirklichkeit nicht zu fürchten. Ausdauer bedeutet nichts anderes, als nie von der Praxis getrennt zu sein. Meditation bedeutet nichts anderes, als in der wahren Natur zu verweilen und Weisheit bedeutet nichts anderes, als die wahre Natur der Dinge zu verstehen. ..." Im Herz-Sutra, das in vielen buddhistischen Traditionen ein Kernstück der Praxis ausmacht, wird diese Vollkommenheit der Weisheit prägnant und inspirierend dargestellt.

AcharyaTenzin Wangpo stammt aus Tibet und trat mit 7 Jahren in ein buddhistisches Kloster ein. Im Alter von 12 Jahren wechselte er zur Buddhistischen Diwakar Akademie in Kalimpong (Indien), um neun Jahre lang buddhistische Philosophie und Literatur wie auch English und Hindi zu studieren. Seit seinem Abschluss als Acharya, ein Gelehrten-Abschluss in Buddhistischen Studien, unterrichtet er in Indien und Europa. Er hatte eine enge Verbindung mit Shamar Rinpoche, der ihn u.a. in Meditation unterrichtete. Tenzin Wangpo hat eine besonders liebenswürdige und inspirierende Art, den Dharma zu vermitteln. Er lehrt in Englisch (mit Übersetzung ins Deutsche). 

Zeiten: Di., 19.30-ca. 21.00, Mi. und Do., 15.30-ca. 17.00.  
Beitrag: Euro 40,- (KKS-Mitgl. 30,-) für Dienstag bis Donnerstag
Anmeldung: bitte per E-Mail an: info@karma-kagyu.at  

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Retreat im März 2020:  

Aus Liebe zum Leben – den Geist schulen, seine Natur erkennen –
ein Meditations-Retreat im Schweigen
 
Dr. Tina Draszczyk
Do., 12. – So., 15. März 2020 am Wolfsberghof (Gresten bei Gaming)

Wir meditieren im Sitzen und in Bewegung. Unsere gemeinsame Praxis, die sich über den ganzen Tag erstreckt und vorwiegend in Stille stattfindet, ermöglicht uns innezuhalten und tief in Meditation und Achtsamkeit einzutauchen. Wir üben uns darin, mit all dem, was sich an der Oberfläche unseres Geistes abspielt, angemessen umzugehen, seien dies Gedanken, Emotionen, Erinnerungen oder Sinneseindrücke. Diese Bedingungen – die äußere Stille, das gemeinsame Üben und die innere Arbeit – erleichtern es uns, mehr innere Ruhe und Klarheit in uns zu entdecken und zu fördern. Morgens und abends finden entsprechende kurze Rezitationen statt 

Das Thema, mit dem wir uns während dieser Tage befassen werden, sind die sog. sechs Paramitas oder Vollkommenheiten. Als Dharma-Praktizierende teilen wir oft die Sehnsucht, sowohl im Alltag ein gutes Leben zu leben und zum Wohlbefinden von anderen und von uns selbst beizutragen als auch in unserer Meditationspraxis jene tiefe und weite Qualität unseres Geistes zu entfalten, die zu umfassender Weisheit und uneingeschränktem Mitgefühl und damit jenseits von Dualität führt, kurzum den Weg eines Bodhisattva zu gehen. Offensichtlich ist dies kein leichtes Unterfangen. Die sechs Paramitas, d. h.  Großzügigkeit, Ethik, Geduld, Ausdauer, Meditation und Einsicht, weisen uns hier den Weg. Vielleicht ist es für uns derzeit unmöglich, diese Eigenschaften als Vollkommenheiten zu praktizieren - aber wir üben uns dennoch darin, und es ist genau dieses Üben, wodurch das, was unmöglich scheint, irgendwann möglich wird. Im Rahmen dieses Retreats befassen wir uns mit diesen sog. Vollkommenheiten und unserem derzeit vermutlich unvollkommenen Zugang dazu. Wir meditieren gemeinsam, tauschen uns darüber aus und frischen somit unsere Inspiration für den Bodhisattva-Weg auf. Quellen sind dabei sowohl Gampopas Juwelenschmuck der Befreiung, als auch Auszüge aus Sutras zur Vollkommenheit der Weisheit und zeitgenössische Darstellungen der Paramitas.
Die Grundlage für die Meditationsanleitungen sind Auszüge aus verschiedenen Lehrreden des Buddha (zu den Themen: Achtsamkeit, Meditation, Sichtweise und Ethik) sowie Meditationsanleitungen (Methode, Verlauf etc.) von Shamar Rinpoche und weiteren buddhistischen Meistern. 
Ort: Wolfsberghof. Verein KulturHaus Wolfsberg. Brettl 28, 3264 Brettl bei Gaming. www.wolfsberghof.com
Gruppengröße: maximal 25 Personen
Zielgruppe: Menschen mit regelmäßiger Meditations- bzw. Achtsamkeitspraxis 
Zeiten: Donnerstag Beginn mit Abendessen um 18.30. Kurs: 19.30-ca.21.00; Do./Sa: 07.00-ca.21.00; So. 07.00-ca. 13.00 (mit Mittagessen)

Kosten:
Seminarbeitrag € 150,-- (nach Anmeldung stellt Karma Kagyü Sangha Wien dies in Rechnung)
Nächtigung mit Vollpension:(vegetarisch). Je nach Unterbringung (EZ oder DZ, mit Dusche/WC oder Dusche/WC am Gang) belaufen sich die Kosten pro TeilnehmerIn auf € 228,- bis € 285,- für diese Zeit (= 3 Nächtigungen, Do. Abend bis So. Mittag). Dieser Betrag ist direkt vor Ort im Wolfsberghof in bar zu zahlen. 

Anmeldung: bitte (mit Angabe des Zimmerwunsches siehe oben) per E-Mail an: tina.draszczyk@gmail.com. Nach Anmeldung per E-Mail erhalten Sie/erhaltet Ihr die Konto-Nr. nach Einzahlung des Seminarbeitrags ist ein Platz reserviert und die Anmeldung verbindlich.
Storno: Bei Rücktritt vor dem Anmeldeschluss (2 Wochen vor Seminarbeginn) werden 20%  der Kosten einbehalten. Nach Anmeldeschluss wird der volle Seminarbeitrag einbehalten, es sei denn ein/e Ersatzteilnehmer/in übernimmt den Platz.
Haftungshinweis: Die Teilnahme an diesem Seminar erfolgt auf eigene Verantwortung. Seminarleiter und Veranstalter übernehmen keinerlei Haftung für anlässlich der Kursteilnahme entstehende Personen- und Sachschäden.

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Workshop: Lust, Mögen und Verlangen: Buddhistische und psychologische Perspektiven
mit Akincano M. Weber und Christoph Köck

Fr., 27. – So., 29. März 2020
Beginn: Fr. 18:00h. Ende: So., 16:00
Veranstalter: Bodhi College
Kursbeitrag: € 225,00 (ohne zusätzliche Dana-Bitte)
Anmeldung: nur bei Bodhi College direkt: https://bodhi-college.org/events/15-lust-mogen-und-verlangen-buddhistische-und-psychologische-perspektiven/region-EU/
Ort: KKS, Buddh. Zentrum
Fleischmarkt 16/Stiege I, 2. Stock
1010 Wien  

Frühbuddhistische Darlegungen sehen im Begehren (tanha,lit. ‚Durst‘ oder ‚Dürre‘) eine zentrale Kraft hinter der Erfahrung von Unzufriedenheit und Unzulänglichkeit und führen viele Schattierungen des Leidens – körperlicher oder psychischer Schmerz, Verlust, Enttäuschung, Frustration und Belastung – direkt oder indirekt auf Formen des Begehrens zurück. Der scheinbar unverfängliche Begriff ‚Begehren‘ verschleiert dabei die Tatsache, dass die Gegenstände unseres expliziten Wollens oft einen tiefer liegenden existentiellen Zustand verdecken, der Wesen auf vielerlei Weise nötigt, fortwährend nach Bestätigung, Befriedigung und Beschwichtigung zu suchen.

Auf einen ersten Blick hegen buddhistische Traditionen offenkundige Missbilligung für das Begehren und sehen in seinen Formen eine unersprießliche und Leiden schaffende Kraft. Das Ausmaß unserer Sehn­sucht, unseres Verlangens und Ehrgeizes und das Pathos der auf sie folgen­den Suche werden dadurch kompliziert, dass Begehren nicht nur Leiden schafft, sondern auch als Motor von Motivation, dem Streben nach Vervollkommnung und nach Befreiung wirkt. Erst bei genauerem Hinsehen offenbaren die alten Lehren eine vielschichtigere Perspektive auf die Mehr­deutigkeit von Begehren – und erschließen ein Unterscheidungsvermögen und hilfreiche An­sätze, um destruktive in konstruktive Kräfte des Wollens umzuwandeln.

Das Praxiswochenende widmet sich einer Klärung des Begriffs und der Rolle des Begehrens, wie westliche und buddhistische Psychologien es verstehen. In der Erkenntnis, dass Verlangen nicht einfach negiert werden kann, soll der Kurs dazu beitragen, das Zusammenspiel von Lust, Verlangen und Sucht in unserem Leben durch die Linse buddhistischer Psychologie tiefer zu verstehen und einige der Werkzeuge kontemplativen Geistestrainings vorzustellen; diese werden psychologisch und mit einem Blick auf jüngere Forschungen in den Neurowissenschaften verortet. 

Das Wochenende findet in einem Praxis- und Theorieverhältnis von 50:50 statt, besteht aus Stoßreferaten, stillen und geführten Meditationsübungen und Gelegenheit zu Diskussion und Gruppengespräch. Es zielt darauf ab, Achtsamkeits-Praktizierenden Wege zu bieten, Verlangen, seinen Mustern und Bedingungen realistisch zu begegnen und sich transformativ mit ihnen auseinanderzusetzen.

Geeignet: für Anfänger und Erfahrene in der Ausübung des Dharma
Unterkunft muss von den Teilnehmern gesondert gebucht werden.
Tee und Kaffee sind gegen eine kleine Spende erhältlich
Vollständige Bezahlung zum Zeitpunkt der Buchung ist notwendig. (Anzahlungen sind bei Wochenendkursen nicht möglich.)
Eine begrenzte Anzahl von durch ein Stipendium geförderten Plätzen ist für diesen Kurs vorhanden.

Lehrer: AKINCANO M. WEBER ist Dharmalehrer und Therapeut. Er war 20 Jahre Mönch in Europa und Asien und ist der Praxis und Überlieferung des frühen Buddhismus verbunden. Interessen: Texte des indischen Buddhismus, Geistessammlung, kontemplative Psychologie. Er studierte Buddhistische Psychotherapie in London (M.A.), unterrichtet international Meditation und Buddhistische Psychologie und führt eine Praxis für Dialogische Prozessbegleitung. Akincano ist Mitbegründer von Bodhi College, leitet Atammaya Köln, ist Dozent für verschiedene MBSR-Institute und Teil des CPP-Programmes; er lebt mit seiner Frau in Köln. 

CHRISTOPH KÖCK, geb. 1962 in Wien, lebte 17 Jahre als Mönch, vornehmlich in Klöstern verbunden mit Ajahn Chah in Thailand und Europa. Seit 2001 lebt er wieder in Wien, wo er auch als Psychotherapeut in eigener Praxis tätig ist. Langjährige internationale Lehrtätigkeit in Meditation und Buddhismus.

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Sabchu Rinpoche   Sabchu Rinpoche

Den Geist transformieren - die weisen Worte meines Lehrers  
Sabchu Rinpoche
Fr., 24. - So., 26. April 2020

Wir freuen uns sehr, dass Sabchu Rinpoche dieses Jahr die Zeit findet, unser Zentrum zu besuchen. Auf der Grundlage der Anleitungen von Shamar Rinpoche wird er das Thema des Mahayana-Geistestrainings (Lojong) behandeln. Die Anleitungen machen deutlich, dass Dharma-Praxis das gesamte Leben umfasst und nicht nur Meditation bedeutet. Es geht darum, wie wir unseren Geist durch die Haltungen von Mitgefühl, Verbundenheit und Weisheit Schritt für Schritt transformieren können. Mit dieser Praxis können wir einen immer direkteren Zugang zum ganzen Potential unseres Geistes finden, unser Leben in einer heilsamen Art und Weise gestalten und somit auch die besten Voraussetzungen für unsere geistige Entwicklung jetzt und in der Zukunft schaffen.

Sabchu Rinpoche wurde 1983 in Nepal geboren und von Shamar Rinpoche als Wiedergeburt des letzten Sabchu Rinpoche erkannt. Er hat alle wesentlichen mündlichen Übertragungen und Einweihungen der Karma-Kagyü-Linie erhalten und betreut das Karma Kagyü-Kloster in Swayambhu in Nepal. Sabchu Rinpoche ist sowohl im traditionellen Hintergrund des Tibetischen Buddhismus verankert als auch im westlichen Zugang zur Dharma-Praxis, wobei er im Rahmen seiner zusätzliche Ausbildung als Filmschaffender in Kanada auch mit modernen Zugängen der Wissensvermittlung vertraut wurde. Er lehrt in Englisch (mit Übersetzung ins Deutsche) und hat dabei einen überaus direkten, lebendigen und inspirierenden Unterrichtsstil.

Seminar-Zeiten: Fr., 19.30-ca. 21.00, Sa., 15.00-ca. 21.00. So. 10.00-ca.13.00
Beitrag: Euro 80,- (KKS-Mitgl. 70,-) für Freitag bis Sonntag.
Anmeldung: bitte per E-Mail an: info@karma-kagyu.at