»Die Grundlage, in der sich vollkommene Weisheit ereignet,
ist der eigene Geist;
sucht den Buddha-Zustand
daher nicht woanders!«

der Buddha, 
Atyayajnana-Mahayana-Sutra

Meditation

Meditation bedeutet zunächst, unseren Geist so zu schulen, dass wir innere Ruhe und Klarheit finden. Auf dieser Grundlage werden wir dann fähig, die friedvolle Natur unseres Geistes und seine ihm innewohnende Weisheit zu verwirklichen.

Der Basistext für die Meditationsanleitungen in den Bodhi Path-Zentren ist, wie oben erwähnt, das von Shamar Rinpoche verfasste Buch Lojong – ein Weg zu Mitgefühl und Weisheit.

Entsprechend dieses Handbuchs werden dabei in den Bodhi Path-Zentren für das Erlernen von Meditation folgende Schwerpunkte gesetzt:

Vorbereitendes

  • Die vier Kontemplationen, um den Geist auf die spirituelle Praxis hin zu orientieren; das kostbare menschliche Leben, Vergänglichkeit, Karma und das Leid des Daseinskreislaufs.
  • Zuflucht und die Qualitäten der drei Juwelen: Buddha, Dharma und Sangha; gemäß des Sutra „Das Vergegenwärtigen der Qualitäten der drei Juwelen" sowie Taranathas Kommentar dazu.
  • Die Meditation der Geistesruhe (tibetisch: Shine, Sanskrit: Shamatha).

Absolutes und relatives Bodhicitta, bzw. das Entwickeln von Weisheit und Mitgefühl.

  • Die Meditation der Einsicht (Tibetisch: Lhagthong, Sanskrit: Vipashyana); die Meditation auf die ungeborene Natur des Geistes
  • Die Meditation des „Gebens und Nehmens" (Tibetisch: Tonglen); die Einheit von relativem und absolutem Bodhicitta.

Zusätzliche Punkte dieses Geistestrainings, ebenso gemäß des Buchs Lojong – der buddhistische Weg zu Mitgefühl und Weisheit, sind:

  • Das Umwandeln von Schwierigkeiten in den Pfad des Erwachens
  • Das Geistestraining in den Alltag integrieren
  • Der Maßstab für die Übung des Geistes
  • Verpflichtungen des Geistestrainings
  • Ratschläge zum Geistestraining